In vielen Geräten und Maschinen steckt mittlerweile ein Gehirn aus Elektronik. Für den Hersteller stellt sich die Frage: Soll ich die eingebettete Hard- und Software dieses Gehirns selbst entwickeln, gibt es Standardkomponenten oder gibt es den richtigen OEM-Zulieferer für die Entwicklung und Produktion?
So viel wie nötig – so wenig wie möglich: Gerade bei Embedded-Systemen aus dem Bereich der Geräte- oder Maschinenelektronik stellen Standardkomponenten angesichts sehr spezieller funktionaler Anforderungen und Formatfaktoren keine realistische Option dar. In vielen Fällen ist daher – jenseits des allgemeinen industriellen Trends zur Standardisierung – die applikationsspezifische Elektronikentwicklung das Mittel der Wahl. Zum Glück ist dieser technisch gebotene Weg, häufig auch der ökonomisch sinnvolle. Für jede Geräte- oder Maschinensteuerung gibt es nämlich eine Stückzahlgrenze, ab der eine komplett kundenspezifische „Embedded”-Lösung die kostengünstigste Hardware-Variante darstellt.
Doch neben der Optimierung der Produktionskosten bieten kundenspezifische Lösungen weitere grundlegende technische und wirtschaftliche Vorteile:
- Funktionsoptimierung durch wechselseitige Anpassung von Hardware und Software
- Optimale Anpassung an die Bauform eines Geräts oder einer Maschine unter Berücksichtigung des zur Verfügung stehenden Platzes
- Erhöhte Wertschöpfung im After-Sales-Geschäft des Geräte- oder Maschinenherstellers durch Verzicht auf Standardkomponenten
- 100-prozentiger Technologieschutz durch Kopiersicherheit
- Starke Kundenbindung des Endnutzers durch individuelles Look&Feel der Bedienung.
Um sich ganz auf die eigene Kernkompetenz konzentrieren zu können, bietet sich für den Geräte- und Maschinenhersteller die Zusammenarbeit mit einem spezialisierten Outsourcing-Partner der Elektronikdienstleistung an. Zur wirklichen Win-Win-Situation wird diese Kooperation vor allem unter zwei Bedingungen:
- Der Elektronikspezialist muss mehr als bloßer Zulieferer sein. Idealerweise realisiert sich eine wirklich partnerschaftliche Zusammenarbeit, in der das Elektronikunternehmen dem Geräte- und Maschinenhersteller direkten Zugriff auf die eigenen Entwicklungsexperten gewährt. In direkter, unternehmensübergreifender Kommunikation kann so eine tatsächlich anwendungsoptimierte Hard- und Software-Lösung entstehen.
- Idealerweise verfügt der Elektronikspezialist über eine hohe Leistungs- bzw. Fertigungstiefe, die von der Entwicklung über den Test bis zur Serienfertigung reicht. Erst diese umfassende Kompetenz ermöglicht es, sämtliche Schritte der Entwicklung und Produktion kundenspezifischer Elektronik durchgängig an den funktionalen und wirtschaftlichen Anforderungen des Kunden auszurichten. Und auch im Fall notwendiger Anpassungen oder Neuerungen sorgt die übergreifende Entwicklungs- und Fertigungskompetenz für besonders schnelle Reaktionszeiten und entlastet den Kunden von technischen Fragen.
Tatsächlich ist das umfassende Leistungsspektrum des Elektronikpartners, das von Konzeption und Prototypenbau über Hard- und Softwareentwicklung sowie Elektronikproduktion bis zum After-Sales-Service umfasst, ein strategischer Erfolgsfaktor für den Maschinen- und Gerätehersteller. Es garantiert ihm Steuerungstechnik auf der Höhe der Zeit, kurze Innovationszyklen, Überwachung der Verfügbarkeit kritischer elektronischer Bauteile. Und bei alledem erspart es ihm den kostspieligen Aufbau eigener Entwicklungsressourcen.
Der Fachartikel erläutert die Vorteile einer OEM-Elektronik anhand einer Druckkopfsteuerung für Inkjet-Industriedrucker.
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