SPS/IPC/DRIVES 2011

Messethemen im Überblick:

  • Schneiden auf Chinesisch: HMI-Paket für Schneidtechnologie jetzt auch in chinesischer Sprachversion verfügbar.
  • Programmierte Sicherheit: Programmierbares Safety Modul SLC ermöglicht flexible und dezentrale Sicherheitskonzepte und spart Kosten im Vergleich zur Verwendung von Sicherheitsrelais.
  • CAN-Buskoppler: Neues LBM-Modul ermöglicht dezentrale Automatisierungslösungen.

Eckelmann und Ferrocontrol zeigen auf der SPS/IPC/Drives 2011 (Halle 7, Stand 320) gemeinsam ihr gesamtes Portfolio an Produkten und Lösungen rund um die elektrische Automation: von Controllern und I/O-Modulen über Antriebstechnik und IPC bis hin zu modernen Entwicklungs- und Visualisierungswerkzeugen.

NEUE PRODUKTE AUF DER SPS/IPC/DRIVES

1. Schneiden auf Chinesisch

Hersteller von Schneidmaschinen vertrauen seit vielen Jahren auf das Know-how der Eckelmann AG in der Automatisierung von CNC-Anwendungen. Die CNC-Steuerung ENC66 und das mächtige eigene CNC-Betriebssystem unterstützen zahlreiche technologiespezifische Funktionen für das Schneiden, mit Laser, Plasma, Autogen oder Wasserstrahl. Zu dem Erfolg des CNC-Komplettpakets für das Schneiden trägt nicht zuletzt das technologiespezifische HMI-Paket für Schneidmaschinen bei. Davon können nun auch chinesische Anwender profitieren: Das bewährte HMI-Paket für Schneidmaschinen gibt es jetzt auch in einer chinesischen Sprachversion.

Die Bedienoberfläche (HMI) ist ganz auf Schneidmaschinen ausgerichtet. Die Fertigungsdaten können einfach importiert werden – in den Datenformaten DXF, DIN und ESSI. NC-Programme lassen sich komfortabel an der Maschine erstellen. Dafür steht eine umfassende Makrobibliothek zur Verfügung.

Die speziell für typische Aufgaben beim Schneiden optimierte HMI-Version unterstützt mehrere Schachtelvarianten: Kontur-, Parkett- und Gitterschachtelung. Außerdem gibt es Funktionen für die automatische Platzierung von Anschnittfahnen, wie auch das Sortieren und Optimieren der Schneidreihenfolge. Eine integrierte Auftragsverwaltung und Betriebsdatenerfassung runden das vielfach bewährte Bedienkonzept für Schneidmaschinen ab.

Eine CNC ist noch keine Lösung

Gegenüber klassischen Produktanbietern übernimmt Eckelmann Verantwortung für die komplette CNC-Lösung. „Hat ein Maschinenhersteller beispielsweise eine Kinematik mit besonderen Anforderungen an die CNC, die mit standardisierten CNC-Funktionen nicht erfüllt werden können, erweitern wir unser CNC-Betriebssystem um diese kundenspezifische Funktion“, sagt Dr. Marco Münchhof, Leiter der Systementwicklung bei Eckelmann. „Unsere Funktionsbibliothek für das Schneiden bietet eine reichhaltige und solide Basis für die Automatisierung der unterschiedlichsten Schneidtechnlogien. Aufgrund der Spezifika des Schneidens sind Hersteller hier jedoch häufig dazu gezwungen, spezielle Kinematiken zur Positionierung des Werkzeugs zu verwenden, die mit den Standardfunktionen einer CNC ‚von der Stange‘ nicht angesteuert werden können. Hier schätzen die Kunden unsere Offenheit und Flexibilität bei der Implementierung entsprechender neuer Spezial-Funktionen.“ Beispiele für komplexere Kinematiken, die von einer ENC66 gesteuert werden, sind Pantografen, Schneidköpfe für das 3D-Rohrschneiden oder Fasenaggregate.

Dr. Marco Münchhof ist überzeugt: „Wo Standard-CNC-Funktionen nicht ausreichen, kann nur ein dezidiert lösungsorientierter CNC-Anbieter wie Eckelmann dem Maschinenbauer ermöglichen, seine Vision Realität werden zu lassen und ihm so einen individuellen Innovationsvorsprung verschaffen.“ Auch dass die ENC66 von Eckelmann standardmäßig mit einem Echtzeit-Oszilloskop ausgestattet ist, ist nicht zuletzt Ausdruck dieser Positionierung als lösungsorientierter CNC-Anbieter: Dieses Diagnosetool für Praktiker beschleunigt die Inbetriebnahme erheblich, indem es die Einstellung der Regler erleichtert.

Bildunterschrift:

Bild 1: Bedienpanel mit chinesischem HMI für das Schneiden

Weitere Informationen:

http://www.eckelmann.de/produkte-loesungen/maschinenautomation/anwendungen/cnc-fuer-das-schneiden

2. Programmierte Sicherheit

Neu im Produktportfolio hat Eckelmann ein intelligentes Safety Modul SLC. Damit lässt sich mit geringem Entwicklungsaufwand eine Vielzahl an Sicherheitseinrichtungen überwachen, ob Not-Aus-Schalter, Lichtschranken, Laserscanner, Zwei-Hand-Bedienung oder Türkontakte. Das Safety-Modul macht die aufwendige Überwachung einzelner Sensoren über Sicherheitsrelais obsolet, und erlaubt eine einfachere Umsetzung von Sicherheitskonzepten dank der großen Anzahl an vordefinierten Spezialbausteinen. Selbst komplexere Sicherheitsfunktionen sind so am PC mithilfe des grafischen Konfigurations-Tools deutlich schneller erstellt, verglichen mit dem Aufwand für die Konfiguration herkömmlicher Sicherheitsrelais. Per Drag&Drop kann aus vorhandenen Funktionsblöcken eine Sicherheitslogik aufgebaut werden, Simulation und Inbetriebnahme können ebenfalls mit dem gleichen Entwicklungswerkzeug erfolgen. Programmierkenntnisse sind nicht erforderlich.

Die Konfigurationsdaten werden dann bequem via USB-Schnittstelle auf die Sicherheitssteuerung übertragen. Das Safety Modul SLC verfügt über 20 sichere Eingänge und 4 sichere Ausgänge, kann mithilfe von sicheren Erweiterungs-I/O-Modulen jedoch auf bis zu 100 Ein- und 44 Ausgänge bedarfsgerecht ausgebaut werden (8 sicheren Eingänge und 4 sichere Ausgänge je Modul). Via CAN-Bus (CANopen) kommuniziert das Sicherheits-Schaltgerät mit der SPS oder CNC von Eckelmann. Die Feldbusanbindung – im Gegensatz zur derzeit weit verbreiteten Kopplung über Meldeausgänge – erlaubt die Übermittlung des Prozessabbilds und der internen Zustände der Safety-SPS. So stehen auf der Steuerungs- und Bedienungsebene jederzeit detaillierte Informationen über die Sicherheitsfunktionen bereit - ohne die sonst notwendige zusätzliche Verkabelung.

Das Sicherheitsmodul eignet sich auch für dezentrale Automatisierungslösungen.

Bildunterschrift:

Bild 2: Safety Modul SLC von Eckelmann

3. Dezentrale Automatisierung

Die Eckelmann AG erweitert ihre Produktpalette im Bereich der LBM I/O-Module um einen CAN-Buskoppler (CANopen). Mithilfe dieses Buskopplers lassen sich dezentrale I/O-Inseln realisieren. Die Busteilnehmer können abgesetzt betrieben und damit moderne, verteilte Automatisierungslösungen für Maschinen und Anlagen realisieren werden. Der Verkabelungsaufwand kann deutlich reduziert werden.

Bildunterschrift:

Bild 3: ExC66 und Localbus-Module

Ferrocontrol und Eckelmann auf der SPS/IPC/DRIVES 2011

22.11. bis 24.11.2011, Nürnberg
Halle 7, Stand 320