Mobile Automation in der Agrartechnik

Die IT-gestützte Agrartechnik oder Landtechnik stellt hohe Anforderungen an die mobile Automation. Landmaschinen sind Hightech auf dem Acker! Steuerungskomponenten und Bus-System müssen besonders robust ausgelegt sein, damit sie den rauen Bedingungen in der Landwirtschaft trotzen.

Ein Schwerpunkt des Geschäftsbereichs Mobile Automation ist die Automatisierung für Landmaschinen. Die Automation auf diesem Feld ist noch lange nicht so weit fortgeschritten wie in der Maschinen- oder Fertigungsautomatisierung, in der ECKELMANN über 30 Jahren Erfahrung hat.

Was fehlt, ist heute meist noch ein homogenes Automationsumfeld mit etablierten Standards, insbesondere in der Bus-Technologie. Die Folgen sind historisch gewachsene Automatisierungsinseln, die nur unzureichend miteinander verknüpft sind.

Ein einheitliches Bedien- und Steuerungskonzept mit hohem Bedienkomfort statt unübersichtliche, hochgerüstete Traktor-Cockpits - das sind zentrale Ziele der ECKELMANN-Lösungen.

Die Steuerungskomponenten und der Feldbus müssen äußerst robust sein und mindestens der Schutzart IP 67 genügen. Extreme Betriebstemperaturen von -20 bis 65 °C dürfen den Komponenten nichts anhaben.

Düngestreuer
Düngerstreuer

Agrartechnik mit Standards

Mobile Automation mit Standards schafft Freiheitsgrade für eine flexible und homogene Automation. Hersteller von Landmaschinen profitieren von dem Trend zur Standardisierung. Unsere Strategie besteht darin, dass wir von Anfang an mit der Entwicklungsumgebung CoDeSys® V3 und dem herstellerunabhängigen ISOBUS (ISO 11783, „Serial control and communications data network“) auf bewährte Standards setzen. Der Kunde kann so seine Applikationen, wenn gewünscht, selbst programmieren und ist nicht an eine bestimmte Hardware gebunden.

Das robuste ISOBUS-System vernetzt z.B. bei einem Traktor alle Anbaugeräte, wie Sämaschinen, Feldspritzen oder Düngemittelstreuer. Alle Gerätschaften können über ein zentrales Bedienterminal angesteuert werden, das über ein einheitliches anwenderfreundliches Bedienkonzept verfügt. Der ISOBUS ist die Basis für eine dezentrale Automatisierung. Wird z.B. ein Düngestreuer angeschlossen, fragt das zentrale Bedienterminal die anwendungsspezifische Benutzeroberfläche direkt bei der Steuerung ab. Die Reduktion auf die wesentlichen Funktionen und Informationen entlastet den Landwirt bei der Bedienung.

Saatgut, Dünger und Pflanzenschutzmittel präzise dosieren

Eine wichtige Aufgabe für die Automation in der Agrartechnik ist das kontrollierte Ausbringen von Saatgut, Pflanzenschutzmitteln oder Düngern. Die richtige Dosierung macht die Landwirtschaft wirtschaftlicher und ökologischer.

Als OEM-Partner hat ECKELMANN eine Steuerung für einen Düngemittelstreuer der Firma Rauch entwickelt. Durch das offene Automationskonzept können z.B. auch Navigationsgeräte (GPS) eingebunden werden, die Daten für das sog. Precision Farming bereitstellen.

Mobile Automation hilft auch die Energieeffizienz von Landmaschinen zu steigern, indem sie z.B. die Traktion bedarfsgerecht regelt. Ein aktueller Trend besteht in der Ablösung der Zapfwelle durch leistungsstarke, elektrische Motoren, die Anbaugeräte antreiben. Auch hierfür sind kluge Automationskonzepte gefragt. Mit mobiler Automation aus dem Hause ECKELMANN sind Hersteller von Landmaschinen für all diese Entwicklungen gut aufgestellt.

Die ECKELMANN AG ist Mitglied des Competence Center ISOBUS e.V. (CCI).

  • Konsequenter Einsatz von Standards (CoDeSys®, ISOBUS)
  • Herstellerunabhängige Automatisierungslösungen für Landmaschinen
  • Dezentrale Automatisierung
  • Einheitliche und einfache Bedienung