Unsere Ingenieure erzählen

Lassen Sie sich von der Vielfältigkeit des Ingenieurberufs überraschen. Bei uns arbeiten Ingenieurinnen und Ingenieure mit den Fachrichtungen Elektrotechnik, Informatik, Maschinenbau, Energietechnik, Verfahrenstechnik … Hier geben sie persönliche Einblicke in ihre Arbeit bei Eckelmann.

„Jeden Tag anders!“

Interview mit Daniel Wilde, Diplomingenieur für Elektrotechnik und im E°Customer Service bei Eckelmann tätig.
Daniel Wilde, Diplomingenieur für Elektrotechnik, berichtet von seiner Arbeit im E°Customer Service von Eckelmann.

Guten Tag, Herr Wilde. Seit gut zwei Jahren sind Sie bei Eckelmann im E°Customer Service tätig. Sie haben an der TU Dresden Elektrotechnik mit dem Schwerpunkt Automatisierungs- und Regelungstechnik studiert. Was hat Sie nach Ihrem Studium gereizt, bei Eckelmann anzufangen?
Der Umzug von Sachsen nach Hessen war eher persönlich motiviert. Meine Freundin zog nach ihrem Studium für eine Zusatzausbildung nach Wiesbaden und da habe ich mich angeschlossen. Bei der Jobsuche im Rhein-Main-Gebiet war Eckelmann weit oben auf meiner Favoritenliste. In Wiesbaden gibt es sonst kein Unternehmen, das so breit in der Automatisierung unterwegs ist. Weiterer Pluspunkt: Ich kann gut mit dem Rad zur Arbeit fahren.
Ursprünglich hatte ich mich auf eine Stelle im Vertrieb beworben, gelandet bin ich dann eher zufällig im Service, da Eckelmann zu dieser Zeit auch für den Aufbau seines zentralen Service neue Mitarbeiter gesucht hat. Das konnte ich mir nach einem sehr spontanen Gespräch mit meinem künftigen Vorgesetzen sehr gut vorstellen.

Haben sich Ihre Erwartungen erfüllt?
Schon im Rahmen meines Studiums habe ich gemerkt, dass ich nicht der geborene Forscher und Entwickler bin und dass ich gerne eine Tätigkeit hätte, bei der ich neben der Technik auch viel mit Menschen zu tun habe. Der Service mit viel Kundenkontakt aber auch technisch anspruchsvollen Fragen ist insofern genau das Richtige für mich.
Meine Erwartungen wurden definitiv erfüllt. Schon während meines ersten Besuchs bei Eckelmann ist mir eine positive Grundstimmung unter den Mitarbeitern aufgefallen. Es wird ein offener und sehr freundlicher Umgang gepflegt. Diesen ersten Eindruck kann ich nach zwei Jahren Betriebszugehörigkeit nur noch einmal bestätigen.

Was sind Ihre Aufgaben und wie sieht Ihr Arbeitsalltag aus?
Jeder Mitarbeiter im Service hat seine Spezialgebiete. Ich betreue zum Beispiel Kunden der Bereiche Maschinen- und Anlagenautomation. Aber jeder Service-Mitarbeiter weiß auch über die anderen Fachgebiete so gut Bescheid, dass er einfachere Service-Anfragen lösen oder komplexere Fragestellungen kompetent aufnehmen kann. Das ist manchmal gar nicht so einfach, weil man nach dem Richtigen fragen muss. Was für den Kunden, der das System vor Augen hat, selbstverständlich ist, müssen wir zuerst abfragen, um uns ein umfassendes und genaues Bild von dem Problem machen zu können. Ich habe auch schon erlebt, dass einfach ein Stecker nicht richtig eingesteckt war, daher frage ich jetzt immer, welche LEDs leuchten. Auch solche scheinbar trivialen Fragen gehören zur Analyse und Aufnahme eines Supportfalls.
 
Zurzeit bearbeiten wir im Team täglich etwa 30 telefonische Anfragen und zusätzlich Tickets, die per E-Mail oder über das Kundenportal hereinkommen. Zusätzlich bieten wir noch eine Chatfunktion auf der Website. Die Servicefälle werden im Team sondiert und bearbeitet. Das ist unser Alltag. Hinzu kommen administrative Aufgaben wie bspw. die kaufmännische Abwicklung der bearbeiteten Service-Anfragen.

Darüber hinaus unterstützen wir teilweise das Projektgeschäft im Bereich Anlagenautomation. Im Rahmen dieser Projekte bin ich dann auch mal im Ausland für Inbetriebnahmen unterwegs, letztes Jahr z.B. mehrere Male in Russland. Die Erfahrung, die ich vor Ort sammle, hilft mir dann auch später im Service enorm. Denn wenn man die Gegebenheiten beispielsweise in einem Stahlwerk und die betreffende Anlage kennt, kann man schneller einen kompetenten 24/7-Support leisten. Für alle tiefergehenden Fragen stehen wir natürlich in engem Kontakt mit unseren Kollegen aus den Entwicklungs- und Applikationsabteilungen. So ist meine Tätigkeit recht vielseitig und ich lerne bei jedem Servicefall wieder etwas dazu.

Sie sagten, die Abteilung werde seit zwei Jahren aufgebaut. Inwiefern sind Sie da auch in die strategische Weiterentwicklung der Abteilung involviert?
Unser Chef bindet das gesamte Team auch in die strategische Weiterentwicklung ein und bespricht alles mit uns. Er ist sehr offen für Feedback. Ich würde sagen, wir sind eine sehr teamgesteuerte Abteilung.

Steve Jobs soll gesagt haben: “Get closer than ever to your customers. So close that you tell them what they need well before they realize themselves.” Welchen Stellenwert hat der Customer Service im Industrieumfeld und wo geht die Reise hin?
Für den Kunden hat ein guter Service einen sehr hohen Stellenwert, ganz gleich, ob es die Kälteanlage in einem Supermarkt ist oder eine Produktionsanlage. Denn jeder Anlagenstillstand kann enorme Ausfallkosten bedeuten. Für uns als Anbieter von Automatisierungslösungen ist es daher wichtig, unseren Kunden den besten Service über den gesamten Lebenszyklus der Anlagen zu bieten. Mit unseren Serviceleistungen und Wartungsverträgen genießen unsere Kunden ein hohes Maß an Sicherheit.

Welche Fähigkeiten sollte man im Service unbedingt mitbringen?
Auf jeden Fall Flexibilität. Jeder Tag ist anders, ich weiß nie, was mich erwartet. Ich finde das persönlich sehr spannend. Außerdem sollte man natürlich Spaß an Neuem mitbringen. Das breite Lösungsspektrum bei Eckelmann bringt es einfach mit sich, dass man im Service eher Generalist sein muss. Man sollte sich gerne selbständig Informationen beschaffen und bereit sein, sich mit Unterstützung von Experten in teilweise komplexe Themen einzuarbeiten, damit man dem Kunden bei einem Problem weiterhelfen kann. Außerdem sollte man natürlich auch Spaß am Umgang mit Menschen haben.

Ein 24/7-Service für hochverfügbare Industrieanlagen erfordert auch Bereitschaftsdienste. Wie ist das bei Eckelmann geregelt? Was tun Sie und Ihr Arbeitgeber, damit die Work-Live-Balance stimmt?
Wir teilen uns den Früh-, Spät- und Bereitschaftsdienst im Team gut ein und es ist auch mal möglich, flexibel einen Dienst zu tauschen. Arbeit im klassischen Schichtmodell gibt es nicht. Konkret beginnt der Frühdienst um 7:00 Uhr und der Spätdienst bleibt bis 18:00 Uhr. Innerhalb dieser Begrenzungen sind wir flexibel. Der Bereitschaftsdienst kann über die Woche im Home Office geleistet werden. Im Bereitschaftsdienst arbeiten wir zum Ausgleich für die Verfügbarkeit nur 20 Wochenstunden.

Sie sind vor einem halben Jahr Vater geworden. Wie sieht es bei Eckelmann mit der Vereinbarkeit von Familie und Beruf aus?
Das flexible Bereitschaftsdienstmodell mit Home Office kommt natürlich auch dem Familienleben zugute. So habe ich besonders in den Bereitschaftswochen mehr Zeit für meine Familie. Außerdem ist positiv hervorzuheben, dass man Überstunden auch tageweise abbauen kann.

Wie würden Sie die Arbeitsatmosphäre und Unternehmenskultur bei Eckelmann beschreiben?
Offen, respektvoll und ehrlich. Diese drei Worte beschreiben es ganz gut. Das Miteinander stimmt. Sowohl über die Hierarchieebenen hinweg als auch zwischen älteren und jüngeren Kollegen. Eckelmann ist in den letzten Jahrzehnten stark gewachsen und es gibt viele junge Kollegen, die etwas bewegen wollen. Die jungen Kollegen begegnen den älteren dabei mit Respekt. Und die älteren teilen gerne ihren riesigen Erfahrungsschatz aus teilweise 30 bis 40 Jahren Automatisierung.

Darüber hinaus tragen Firmenevents wie der 25-Stundenlauf im Kurpark, gemeinsames Fußball spielen mit den Kollegen oder die exklusive Weihnachtsfeier aber auch der alltägliche Kantinenbesuch zu einem guten Miteinander bei.

Sie absolvieren derzeit ein berufsbegleitendes Studium im Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen. Würden Sie bitte etwas von Ihren Erfahrungen berichten. Warum haben Sie sich dafür entschieden?
Wenn ich nicht für ein Diplomstudium eingeschrieben gewesen wäre, hätte ich vielleicht schon nach dem Bachelor in den Masterstudiengang Wirtschaftsingenieurwesen gewechselt, da mich wirtschaftliche Aspekte im Kontext von Technik schon immer interessiert haben. Es war also zunächst eine private Entscheidung aus Interesse. Aber schon jetzt profitiere ich im Alltag sehr davon, weil wir natürlich auch viele Schnittstellen zu kaufmännischen Abteilungen und Prozessen haben, z.B. zur Auftragsabwicklung. Mit dem Hintergrund aus dem Bereich Wirtschaftsingenieurwesen kann ich manche Entscheidungen besser nachvollziehen. Häufig geht es um die Wahl der technisch und wirtschaftlich besten Lösung.

Sowohl meine Familie als auch mein Chef haben meine Entscheidung voll unterstützt. So habe ich letztes Jahr im September mein Studium in Frankfurt aufgenommen. Das Studium an einer auf berufsbegleitendes Studieren spezialisierten Hochschule ist auf zwei Jahre angelegt – durch mein Diplom muss ich nur einen „kleinen“ Master machen. Der Schwerpunkt liegt auf Betriebswirtschaft.

Alle 2 Wochen gibt es Präsenzveranstaltungen, Dienstagabend, Freitagabend und Samstag den ganzen Tag. In den Seminararbeiten kann ich auch Themen bearbeiten, die meine Arbeit im Service tangieren, so habe ich mich bspw. sehr intensiv mit dem Thema Predictive Maintenance beschäftigt. Auch in meiner Abschlussarbeit möchte ich ein Service-Thema bearbeiten, hier werde ich Kommunikationskanäle im Service analysieren und ein Konzept erarbeiten. Davon profitiert auch die weitere Entwicklung unserer Abteilung. Daher darf ich, wenn es das Tagesgeschäft zulässt, auch einen Teil meiner Arbeitszeit nutzen, um z.B. eine Kundenbefragung zum Customer Service von Eckelmann durchzuführen.

Insgesamt lässt sich das Studium gut mit meinem Job vereinbaren. Außerdem unterstützt mich Eckelmann durch die Übernahme eines Teils der Studiengebühren, das ist nicht selbstverständlich. Auch kurzfristiger Urlaub in Phasen der Prüfungsvorbereitung sind kein Problem. Umgekehrt ist die Hochschule, die sich ja das berufsbegleitende Studium auf die Fahnen geschrieben hat, auch flexibel genug, Fristen bei einer starken beruflichen Belastung zu verlängern.

Welche neuen Karrierewege eröffnet Ihnen das Studium?
Ich könnte mir vorstellen, dass ich künftig mehr vertriebliche oder strategische Aufgaben im Service übernehme. Das würde mich reizen. Woanders hin möchte ich gar nicht, ich bin im Service genau richtig. Mit dem technisch-wirtschaftlichem Hintergrund stehen mir aber auch noch andere Karriereoptionen bei Eckelmann offen.

Was macht Eckelmann aus Ihrer Sicht als Arbeitgeber besonders attraktiv?
Das sehr breite Produkt- und Lösungsportfolio macht Eckelmann zu einem soliden und krisenfesten Arbeitgeber. Von Krisen wie 2008 sind nie alle Zielbranchen gleichzeitig betroffen. Und, wie gesagt, auch das gute Miteinander ist für mich sehr wichtig.

Was war als Kind Ihr Traumberuf?
Als Kind wollte ich Geheimagent werden. Ich war und bin bis heute noch ein riesiger James-Bond-Fan. Aber dass es nicht geklappt hat, ist nicht schlimm, auch mit Eckelmann kann ich die Welt bereisen. Und mit Russland habe ich schon mal einen ganz guten Anfang gemacht. Außerdem habe ich mich schon früh für Technik interessiert und daraus hat sich dann mein Berufswunsch, Elektrotechnik zu studieren, herauskristallisiert.

Zum Schluss in aller Kürze: Beschreiben Sie bitte Ihren Job in drei Worten.
Jeden Tag anders!


(Das Interview wurde im Oktober 2019 geführt)

Wir machen hier keine Bilder hübsch.

Interview mit Christina Lempa, Software-Entwicklerin für Bildverarbeitungslösungen
Christina Lempa justiert eine Kamera an einem Testaufbau

Wie kamen Sie zur Eckelmann AG?
Für meine Masterarbeit bei der Schott AG in Mainz bin ich nach Wiesbaden gezogen. Ich habe an der Hochschule Darmstadt Optotechnik und Bildverarbeitung studiert. Mein erster Arbeitgeber war dann ein mittelständisches Automatisierungsunternehmen in Mainz, wo ich für ca. 1,5 Jahre gearbeitet habe, schwerpunktmäßig mit HALCON. Das ist eine bekannte Softwarebibliothek für Bildverarbeitungslösungen. Auf der Suche nach einem geeigneten Job, bei dem ich neben der Bildverarbeitung noch mehr mit der Programmierung und Applikation zu tun habe, bin ich dann auf eine Ausschreibung von Eckelmann aufmerksam geworden. So habe ich im September 2016 hier angefangen.

In welchem Bereich arbeiten Sie und welche Aufgaben übernehmen Sie dort?
Ich bin im Team für Bildverarbeitungssysteme. Wir realisieren hier sehr vielfältige Sonderlösungen für unsere Kunden. Eigentlich machen wir so gut wie alles. Bildverarbeitung ist eine Schlüsseltechnologie für die Automatisierung und wird fast überall gebraucht. Um Ihnen ein Beispiel zu geben: Wir inspizieren z.B. Einwegbehälter auf Defekte und Verschmutzungen oder wir lösen Messaufgaben, das geht von Projekten in der Medizintechnik, in denen es um Genauigkeiten bis in den Mikrometerbereich geht, bis hin zum Einscannen von Werkstückkonturen. Klar, häufig übernehmen unsere Bildverarbeitungssysteme auch Aufgaben in der Qualitätssicherung oder vielfältige Identifikationsaufgaben, z.B. Lesen von Schrift, Barcodes oder 2D-Codes. Für unsere Bildverarbeitungslösungen arbeiten wir mit der Bildverarbeitungsbibliothek HALCON, mit der wir Skripte erstellen, die wir dann z.B. in .NET Projekte einbinden. Das HMI, also die Bedienoberfläche für die Bildverarbeitungslösung, entwickeln wir ebenfalls oder integrieren unsere Lösungen in die Bedienoberfläche einer Maschine. Neben der eigentlichen Bildverarbeitung kümmern wir uns aber auch um die Bildaufnahmehardware. Gemäß den Anforderungen des Kunden legen wir also komplette optische Systeme aus, von der Beleuchtung über die Kameras und Objektive bis hin zur mechanischen Konstruktion.

Wie viele Entwickler sind in Ihrem Team?
Wir sind ein kleines Team. Da Optotechnik und Bildverarbeitung als Querschnittstechnologie heute beinahe in jedem Industriezweig eingesetzt werden, arbeiten wir natürlich auch eng mit vielen anderen Teams im Haus zusammen und bringen hier unser Know-how ein. Das geht von der Schweißnahtinspektion bis zur Überprüfung von Brailleschrift oder dem Lesen von Verfallsdaten auf Medikamentenverpackungen, von der superschnellen Bohrlochinspektion für Bewässerungsschläuche bis zu Anwendungen in der Elektronikfertigung. Durch die breite Aufstellung der Eckelmann Gruppe als Automatisierungsunternehmen bietet jedes Projekt wieder ganz neue, spannende Aufgaben.

Sonderlösungen stehen im Fokus Ihrer Tätigkeit. Gibt es auch fertige Machine Vision-Lösungen von Eckelmann?
Ja, für CNC-Maschinen haben wir das Machine-Vision-Paket E°SEE. Dem Maschinenbauer stehen darüber häufig gefragte Funktionen zur Verfügung, wie z.B. eine Livebildanzeige, Konturerfassung, Passermarkenerkennung und Schnittkontrolle. Diese Machine-Vision-Lösung ist in unsere CNC-Lösungen und das HMI nahtlos integriert.

Wie darf man sich die Zusammenarbeit zwischen dem Team für CNC-Applikation und Ihrem Machine Vision-Team vorstellen?
Hier leistet unser 3D-Maschinensimulator ganze Arbeit. Wir können damit nicht nur die CNC-Anwendung simulieren, sondern auch unser E°SEE Bildverarbeitungspaket testen. Das hilft uns sowohl beim Verständnis der Anforderungen als auch beim Test des Zusammenspiels von CNC und Bildverarbeitung.

Was ist Ihr Lieblingsprojekt und warum?
Ich habe kein spezielles Lieblingsprojekt. Mir ist es wichtig, dass die Projekte abwechslungsreich sind. Ich finde Bildverarbeitung generell spannend.

Wie würden Sie die Arbeitsatmosphäre und Unternehmenskultur bei Eckelmann beschreiben?
Die Atmosphäre ist recht locker und man hat viele Freiheiten. Es gibt nicht so starre Hierarchieebenen. Mit meinem Vorgesetzten oder auch dem Vorstand ist es jederzeit möglich, auch über fachliche Themen zu sprechen. Auf der anderen Seite ist bei Eckelmann alles gut geregelt und strukturiert, was z.B. Gleitzeit, Urlaub etc. angeht. Darauf kann man sich hier verlassen. Es gibt auch eine Kantine, in der man gut und günstig essen kann.

Worüber haben Sie in Ihrem Team zuletzt gemeinsam gelacht?
Wir lachen echt viel im Team. In einer Art Daily besprechen wir immer kurz im Team, wer an was arbeitet. In einem wöchentlichen Team-Meeting besprechen wir unsere Projekte mehr im Detail.

Wie hoch ist der Anteil an Produktpflege und Neuentwicklungen in Ihrem Arbeitsalltag?
Etwa Fifty-Fifty, denn es kommt häufig vor, dass Kunden noch weitere Funktionen benötigen oder auch bestehende Lösungen weiter optimiert werden.

Man lernt nie aus. Wie haben Sie bei Eckelmann dazugelernt? Welche Möglichkeiten bietet Ihnen das Unternehmen, sich persönlich und fachlich weiterzuentwickeln?
Sofort als ich bei Eckelmann angefangen habe, hatte ich Gelegenheit, meine C++/C# Kenntnisse in einer Schulung zu vertiefen. Ich habe zwar auch an der Hochschule Programmieren gelernt, es gehörte aber nicht zu meinen Schwerpunkten, und ich hatte da etwas Nachholbedarf für meine aktuelle Stelle als Software-Entwicklerin und Applikationsingenieurin. Es gibt bei Eckelmann die Möglichkeit, sich mit fachlichen Schulungen passend zu seinen Aufgaben im Unternehmen weiter zu entwickeln. Aber im Grund lerne ich fast jeden Tag etwas dazu, sei es im fachlichen Austausch mit meinen Kollegen oder auch auf der Suche nach neuen Lösungen. Da bleibt man ganz von selbst up to date, was die neuesten Entwicklungen in der Bildverarbeitung betrifft.

Wie sieht es bei Eckelmann mit der Vereinbarkeit von Familie und Beruf aus?
Da ist Eckelmann recht flexibel. Es gibt Gleitzeit und, falls nötig, kann man auch mal einen Tag Home Office machen.

Was war als Kind Ihr Traumberuf?
Ganz am Anfang wollte ich Friseurin werden. Dann später stand für mich lange Zeit fest, dass ich im sozialen Bereich arbeiten wollte. In meiner Freizeit habe ich mich zum Beispiel viel in Kinder- und Jugendgruppen engagiert. Nach dem Abitur habe ich ein FSJ gemacht, in dem ich an einer Schule ein geistig behindertes Mädchen betreut habe, im Rahmen eines Integrationsprojektes. Im Bereich Soziale Arbeit habe ich keinen passenden Studienplatz gefunden und so habe ich mich ganz offen über das Studienangebot der Hochschule Darmstadt informiert, weil ich in der Nähe bei meinen Eltern wohnte. So bin ich auf den Studiengang Optotechnik und Bildverarbeitung aufmerksam geworden. Auch wenn ich mir erst einmal nicht so viel darunter vorstellen konnte, hörte es sich spannend und vielfältig an. Meine Studienwahl war also eher zufällig und fiel ganz anders aus als vorher gedacht, aber ich habe meine Entscheidung nie bereut. Und da mir Mathe und Physik in der Schule lagen, passte das auch.

Wie war Ihr Studium aufgebaut? Was waren Ihre Schwerpunkte?
Ich habe an der Hochschule Darmstadt Optotechnik und Bildverarbeitung studiert. Das verschulte Studium mit festem Stundenplan und der hohe Praxisbezug an einer FH waren mir persönlich wichtig. In meinem Studiengang gab es etwa nur 15 Mitstudierende, also ein recht gutes Betreuungsverhältnis zu den Lehrenden. Mathematik, Physik und Informatik haben natürlich viel Raum eingenommen. Insgesamt ist der Studiengang sehr vielfältig und umfasst auch z.B. die Lichttechnik oder Lasertechnik. Ich habe mich dann auf die Bildverarbeitung spezialisiert, aber man kann mit dem Studium auch Diodenlaser bauen oder Lichttechnik auslegen. Durch viele Praktika im Labor ist das Studium sehr praxisnah.

Der Frauenanteil in Studienfächern wie Informatik, Elektrotechnik oder Maschinenbau ist nach wie vor sehr niedrig. Woran liegt das? Was müsste in den MINT-Fächern an der Schule anders laufen, damit sich mehr Frauen für solche Studiengänge begeistern? Was hat Sie persönlich motiviert, Ingenieurin zu werden?
Es fängt häufig schon bei der Fächerwahl in der Schule an. Ich hatte z.B. Kunst und Französisch als Leistungskurse und habe Physik abgewählt. Damit hatte ich die Weichen nicht gerade in Richtung Ingenieurstudium gestellt. Es gibt in der Gesellschaft immer noch das Bild von klassischen Frauen- und Männerberufen und dieses Bild wird auch von Lehrern noch häufig vorgelebt. Im Nachhinein hätte ich mir gewünscht, dass Neigungen unabhängig vom Geschlecht bereits in der Schule mehr erkannt und gefördert würden, indem man SchülerInnen z.B. ermutigt, an Projekten oder zusätzlichen Lernangeboten teilzunehmen, sei es in Mathe oder auch in einem Informatikkurs. Und durch Kooperationen mit Unternehmen könnten manche Themen auch mit mehr Praxisbezug schon in der Schule vermittelt werden. Welche Möglichkeiten es im Ingenieurberuf gibt, davon erfährt man in der Schule recht wenig. Wenn Ingenieure in Schulen mehr von ihrer Arbeit erzählen würden, wäre das sicher gut für die Studienwahl. Meist weiß man nur, was Ingenieure tun, wenn man einen in Familie und Freundeskreis kennt.

Welchen Rat würden Sie jemandem geben, der sich bei Eckelmann bewerben möchte?
Man sollte offen sein und sich nicht verstellen. Beim Bewerbungsgespräch hatte ich das Gefühl, das Unternehmen wirbt um mich. Das fand ich positiv, weil es das Gespräch entspannte. Und man sollte auch nicht übergenau auf die Anforderungen im Stellenprofil achten. Wenn man denkt, das will ich machen, sollte man sich bewerben. Selbst wenn man vielleicht eine geforderte Programmiersprache nicht so gut beherrschen sollte, kann man sich bewerben. Ich bin das beste Beispiel dafür, dass man bei Eckelmann bemüht ist, Lösungen zu finden; bei mir war es der C# Kurs zum Einstieg, mit dem ich meine Programmierkenntnisse vertiefen konnte.

Zum Schluss in aller Kürze: Beschreiben Sie bitte Ihren Job in drei Worten.
Vielfältig, herausfordernd, abwechslungsreich.

Ich danke Ihnen für das offene und interessante Gespräch.
(Das Interview wurde im September 2019 geführt)

Automatisierungsingenieur 4.0

Dr.-Ing. Johannes Stelter, Senior Manager Business Development & Sales Strategy
Anlagenautomation
Dr.-Ing. Johannes Stelter, Senior Manager Business Development & Sales Strategy Anlagenautomation

Dr.-Ing. Johannes Stelter ist seit 2006 bei Eckelmann und heute stellvertretender Leiter des Bereichs Anlagenautomation, der auf die Automatisierung industrieller Großanlagen spezialisiert ist. Wir haben ihn gefragt, welche spannenden Aufgaben Automatisierungsingenieure durch die zunehmende Digitalisierung in der industriellen Produktion erwarten.

„Die Digitalisierung von Produktions- und Logistikprozessen wird durch Grenzgänger getrieben. Einerseits müssen sie die in einzelne Prozessschritte aufgelöste Wertschöpfungskette komplett verstehen und andererseits neue Werkzeuge aus der IT-Welt beherrschen. Hier gibt es enormes Potenzial für junge Menschen, die sich in rauen industriellen Produktionsumgebungen ebenso zu Haus fühlen wie in Clouds oder Serverräumen.

Fortschritt bedeutet für mich, aus dem schnell wachsenden Fundus der technischen Möglichkeiten diejenigen Bestandteile zu extrahieren und zu veredeln, die in Wertschöpfungsprozessen messbare Vorteile bringen. Automatisierungsingenieure werden somit auch zukünftig unmittelbare Treiber des Fortschritts sein, denn sie verwandeln Technologie in Nutzen. Technologie ohne nutzbringende Anwendung ist nur Selbstzweck und bringt keinen Fortschritt.“

(März 2019)

Weltoffene Ingenieure

Ingenieure unterwegs in Indien: Straßenverkauf für Zuckerrohr-Saft
Ingenieure unterwegs in Indien: Straßenverkauf für Zuckerrohr-Saft

Japan, Mexiko, China, Indien … der Elektroingenieur Markus Berens kommt bei Eckelmann ganz schön herum in der Welt. Zuletzt war er gemeinsam mit seinem Kollegen Andreas Gürten Anfang Mai 2019 für 10 Tage in Manesar, einer Industriestadt in der Metropolregion Neu-Delhi und eine der am schnellsten wachsenden Townships in Indien. Ihr Auftrag: Die Modernisierung eines Bremsenprüfstands für einen langjährigen internationalen Kunden, der weltweit Testlabors in den Hotspots der Automobilindustrie betreibt.

Markus Berens ist stellvertretender Gruppenleiter im Geschäftsfeld Chemie-, Pharma- und medizinische Anlagen und berichtet, dass er die Chance für solche gelegentliche Reisen schätze, sofern die Dauer und Häufigkeit gut mit dem Familienleben vereinbar seien.

Von seinem letzten Aufenthalt in Indien berichtet er: „Mein Kollege und ich waren zum ersten Mal in Indien. Wir haben sehr freundliche Menschen getroffen. Durch den Kontakt mit einheimischen Ingenieuren lernt man das Land natürlich anders kennen, als wenn man als Tourist dort unterwegs ist, z.B. bei einem gemeinsamen Essen. Mit Englisch, der lingua france der Ingenieure, klappt die Kommunikation weltweit in der Regel gut. In der Freizeit bleibt manchmal sogar noch etwas Zeit, um Land und Kultur kennenzulernen.“

(Mai 2019)

„Ich bin immer wieder begeistert, den Erzählungen unserer Kollegen zuhören zu können, die in der Welt unterwegs sind. Hierfür setzen wir auf weltoffene Ingenieure, die technischen Herausforderungen nicht nur am Entwickler-PC begegnen möchten, sondern sie auch vor Ort erleben und bewältigen.“ (Philipp Eckelmann, Vorstand)

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