Das V-Modell sorgt für die notwendige Qualitätsausrichtung. Die agilen Methoden stehen für kalkulierte Offenheit und Flexibilität. Agile Entwicklung ermöglicht eine lebendige Innovationskooperation zwischen Automatisierer und Kunde - beide gewinnen aus der stetigen Interaktion zusätzlich wertvolles Wissen über die Anwendung.

Das richtige Vorgehensmodell für das Projekt

Unternehmensfilm der Eckelmann AG

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Als Experte für die Entwicklung automatisierungstechnischer Hard- und Software realisiert Eckelmann innovative Projekte im Maschinen- und Anlagenbau. Zu den Anforderungen des Kunden erstellen die Ingenieure funktionale, sichere und langfristig zuverlässige Automatisierungs-Lösungen.

Das Spektrum der Aufgabenstellungen reicht von kleinen Projekten mit begrenzten Anforderungen an Funktionalität und Sicherheit über viele Zwischenstufen bis hin zu großen, sicherheitsgerichteten Automatisierungssystemen mit komplexer Funktionalität. Passend dazu wird das jeweilige Vorgehensmodell für die Entwicklung nach den Prinzipien der Angemessenheit und Wirksamkeit ausgewählt. Normen und Richtlinien beeinflussen natürlich diese Auswahl.

Die exakte Anpassung des gewählten Modells an die Charakteristik des Projektes (tailoring) gewährleistet sowohl die Beachtung aller Forderungen des Qualitätsmanagements als auch die Effizienz der Entwicklung.

Klassische und agile Vorgehensmodelle

Klassische Vorgehensmodelle für die Entwicklung sind in Phasen aufgeteilt, die prinzipiell strikt nacheinander ausgeführt werden sollen (Wasserfallmodell). Um eine Phase beginnen zu können, muss das Ergebnis der vorhergehenden Phase dokumentiert und freigegeben werden. Am Ende des Projekts liegt das Entwicklungsergebnis zusammen mit einer normgerechten und konsistenten Dokumentation vor.

Ein bekanntes klassisches Vorgehensmodell ist das V-Modell. Es wird in verschiedenen Normen gefordert und geht von dem Ideal aus, alle Anforderungen ließen sich zu Anfang des Projekts durch Anforderungsanalyse vollständig definieren, anschließend schrittweise verfeinern, realisieren und testen.

Änderungen von Anforderungen oder der technischen Umsetzung während des Projektablaufs bedeuten im V-Modell einen erheblichen Aufwand. Dies gilt besonders für späte Projektphasen. Ergebnisse in Form nutzbarer Funktionen liegen erst gegen Projektende vor. Spät erkannte Fehler aus frühen Phasen bedeuten dann einen erheblichen Korrekturaufwand.

In der Praxis sind jedoch Änderungen und Ergänzungen von Anforderungen ebenso notwendige Realität wie Verbesserungen an der technischen Umsetzung und die Aufteilung der Entwicklung in Teilfunktionen, die nacheinander umgesetzt werden.


Entwicklungsprozess nach dem V-Modell
Entwicklungsprozess nach dem V-Modell

Agile Vorgehensmodelle erlauben und unterstützen die sich daraus ergebende Projektabwicklung in mehrfach durchlaufenen Schleifen. Es werden Teile der Gesamtfunktionalität (Iterationen) entwickelt und geprüft. Die Prüfungsergebnisse haben Einfluss auf die Anforderungen und die technische Umsetzung der nächsten Funktionen. Fehler werden so früh erkannt und korrigiert. Änderungen bzw. neue Anforderungen, die sich erst während des Projekts ergeben, werden toleriert und können flexibel berücksichtigt werden. Der Kunde kann aktiv in den gesamten Entwicklungsprozess eingebunden werden, indem er regelmäßig und in kurzen Abständen die weitere Entwicklung mit beeinflussen kann.

Bei iterativen Vorgehensmodellen sind allerdings die Kostenkontrolle, der Nachweis einer normkonformen Entwicklung und die Bereitstellung einer entsprechenden Dokumentation deutlich schwieriger als bei der klassischen Vorgehensweise.

Es gibt unterschiedliche agile Vorgehensmodelle: Scrum erfreut sich in der Software-Entwicklung großer Beliebtheit. Durch einige fest verankerte Regeln bringt Scrum die notwendige Ordnung in die Agilität.

Agile Entwicklung nach dem Vorgehensmodell Scrum (Copyright: Lakeworks, Sebastian Wallroth, Original und Lizenzen unter: commons.wikimedia.org/wiki/File:Scrum_process-de.svg)
Agile Entwicklung nach dem Vorgehensmodell Scrum

Vorgehensmodelle richtig einsetzen, Kunden einbinden

Die projektbezogenen Anforderungen an das Vorgehensmodell werden in der Automatisierungstechnik weder vom klassischen V-Modell noch von agilen Modellen optimal erfüllt. Eckelmann kombiniert deshalb beide Vorgehensmodelle: Je nach Bedarf liegt der Schwerpunkt mehr oder weniger stark auf der einen oder anderen Seite.

Das Ergebnis sind effiziente qualitätsgerichtete Lösungen, die kompromisslos die Anforderungen des Kunden und der anzuwendenden Normen und Richtlinien erfüllen.

Das V-Modell sorgt für die notwendige Qualitätsausrichtung. Die agilen Methoden stehen für kalkulierte Offenheit und Flexibilität. Agile Entwicklung ermöglicht eine lebendige Innovationskooperation zwischen Automatisierer und Kunde - beide gewinnen aus der stetigen Interaktion zusätzlich wertvolles Wissen über die Anwendung.

V-Modell und agile Entwicklung kombiniert
V-Modell und agile Entwicklung kombiniert

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Dipl.-Wirtsch.-Ing. Philipp Eckelmann, Vorstand

Dipl.-Wirtsch.-Ing. Philipp Eckelmann
Vorstand
Tel.: +49 611 7103-0