Automatisierung für die Zunderwäsche bzw. Entzunderung von Brammen: Bessere Qualität beim Warmwalzen in der Stahlindustrie.

Entzunderer

Vor dem Warmwalzen von Stahl muss die durch Oxidation entstandene Zunderschicht (Eisenoxide) von der Oberfläche der Brammen gründlich entfernt werden. Dieser Schritt ist entscheidend für die Qualität warmgewalzter Produkte. Das Einwalzen von Zunder mindert die Qualität des Stahls.

Hart geduscht

Hart geduschtIm Zunderwäscher bzw. Entzunderer schießen Wasserstrahlen unter hohem Druck (100 bis 400 bar) die Zunderschicht von der Oberfläche des Walzgutes weg. Die Düsen sind an mehreren Düsenbalken angebracht.

Um optimale Ergebnisse bei diesem hydromechanischen Verfahren zu erzielen, sind zahlreiche Parameter zu kontrollieren, wie z.B. die Verteilung des Spritzwassers, der Volumenstrom und die Strahlbreite. Dafür sind Pumpen und etliche Ventile zeitnah anzusteuern. Eckelmann entwickelt seit vielen Jahren Automatisierungslösungen für solche anspruchsvollen Anwendungen.

Materialverfolgung

Es ist wichtig, dass Kopf und Fuß der Bramme nicht auskühlen, da dies zu einer inhomogenen Temperaturverteilung führte. Für die Positionserkennung werden Heißmetalldetektoren (HMD) eingesetzt, so dass die Entzunderung der Bramme exakt im richtigen Moment beginnt und endet. Die Automatisierung beinhaltet die Materialverfolgung während des gesamten Entzunderungsprozesses.

Um eine zu starke Abkühlung – insbesondere bei der Verarbeitung von Dünnbrammen – zu vermeiden, sorgt die Regelungstechnik dafür, dass so wenig Spritzwasser wie möglich eingesetzt wird, ohne indes die Qualität zu beeinträchtigen.

Bei den zahlreichen Referenzprojekten der Eckelmann AG für namhafte Anlagenbauer basiert die Steuerung auf einer SIMATIC S7.

 

 

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Armin Seyffer

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