Die Koordination und Steuerung des gesamten Materialflusses in der industriellen Fertigung stellt den Automatisierungspartner vor die große Herausforderung, eine ganzheitliche Intralogistik-Lösung in einem meist höchst heterogenen Anlagen- und Maschinen-Umfeld zu implementieren.

Materialfluss-Leitsysteme

Baudock einer großen Werft (Quelle: Meyer Werft)
Baudock einer großen Werft (Quelle: Meyer Werft)

Beispielhaft für den Nutzen von Materialflusssystemen ist ein Großprojekt der Eckelmann AG für eine bekannte Werft: Das Leitsystem der Vorfertigung von Paneelen für den Schiffbau in Blockbauweise. Die Grenzen zwischen Materialfluss- und Produktionsleitsystem sind hier fließend.

Im Schiffbau ist eine Vielzahl unterschiedlichster Gewerke zu integrieren: Fräsen, Portalmaschinen zum Laser- und Plasmaschneiden, Schweißmaschinen, Robotik, Greifer, diverse Transportsysteme, Markierportale, Bildverarbeitungssysteme etc. Kurz: Eine so komplexe Fertigung wie im Schiffbau bedeutet Automatisierung in einem höchst heterogenen Anlagenumfeld – typisch für Materialfluss-Anwendungen in der industriellen Produktion. Dazu kommt die Lagerverwaltung, die optimal mit den Produktionsprozessen koordiniert werden muss.

Der Blick fürs Ganze

Vorfertigung im Schiffbau
Vorfertigung im Schiffbau

Der Maschinenbauer oder auch der Lieferant von Lager- und Fördertechnik hat notwendigerweise immer nur die Perspektive seiner Gewerke, die er möglichst perfektionieren möchte. Der Systemintegrator nimmt indes die Vogelperspektive ein: Er muss den gesamten Fertigungsprozess und den Materialfluss überblicken und unter der Perspektive der Automatisierung verstehen.

Die Eckelmann AG hat hier - wie in anderen Projekten - in einer umfassenden und strukturierten Anforderungsanalyse alle Aufgaben und Funktionen der Vorfertigung genau definiert und in einer relationalen Datenbank abgebildet. Sie umfasst auch die Lagerhaltung und sämtliche Transportbewegungen. Trackingsysteme sorgen für eine lückenlose Rückverfolgung aller Materialbewegungen.

Überblick mit Datenbank

Aus der zentralen Datenbank werden die Daten für die Auftragsabwicklung abgefragt und an die einzelnen Maschinen übergeben. Alle Maschinen, Transport- und Lagersysteme sowie Markierstationen werden über standardisierte Schnittstellen direkt angesteuert. Hierfür stehen verschiedene Protokolle zur Verfügung. Die Besonderheit ist ein standardisierter, von der Protokollebene unabhängiger Datenaufbau, der den Datenaustausch in dem heterogenen Maschinenumfeld vereinheitlicht.

Der konsequente Einsatz einer einzigen Datenbank zur zentralen Datenhaltung von Stammdaten, Produktionsvorgaben und Fertigungsdaten erweist sich als Mittel der Wahl für die transparente Kopplung zur Planungsebene, die Datenintegrität, einen nachvollziehbaren Systembetrieb und den systemweiten Datenzugriff.

Mit einem homogenen Materialflusssystem gewinnt die Produktion Transparenz und Flexibilität. Materialflusssysteme sind ein Schlüssel für mehr Qualität und Produktivität.

Ausführliche Applikationsberichte zu einzelnen Anwendungen finden Sie im Download-Bereich. Auf Anfrage lassen wir Ihnen gerne Informationen über Referenzprojekte zu kommen.


Cookies helfen uns bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen.

Mehr erfahren