Zubehör wie Temperaturfühler, Feuchtesensoren, Druckaufnehmer, Signalverstärker und Impulszähler zur Energiemessung ergänzen das E*LDS-System zur Steuerung und Automatisierung gewerblicher und industrieller Kälteanlagen.

Zubehör für das E*LDS-System

Temperaturmessung und Kabelwiderstand

Das wohl am zahlreichsten eingesetzte Zubehör der Kälteanlage sind die Temperaturfühler. Hierbei kommt es allerdings auf die richtige Wahl an. Denn bedingt durch Leitungswiderstände über lange Distanzen können sich bei der Temperaturmessung erhebliche Fehler einschleichen. Dies kommt vor allem bei einem zentralen Schaltschrankeinbau von Kühlstellenreglern zum Tragen.

Die Temperaturmessung mit PTC-Temperaturfühlern (positive temperature coefficient) wie dem Pt1000 führt bei zweiadrigen Kabelwegen von rund 5 Metern (Querschnitt 0,75 mm²) bereits zu einem Fehler von knapp 1 Kelvin!

Temperatursensor L243 für die UA 300 Reihe und UA 30 Reihe (2-Draht NTC-Fühler)
Temperatursensor L243 für die UA 300 Reihe und UA 30 Reihe

Für Messaufgaben über längere Distanzen hinweg, ist der L243 NTC-Temperaturfühler (negative temperature coefficient) bestens geeignet. Durch den günstigen Arbeitspunkt sind NTC-Fühler besonders sicher.

CAN-Bus-Repeater und Long Distance Service

CAN-Bus-Repeater und Long Distance Service
CAN-Bus-Repeater und Long Distance Service

Wie ließe sich die Bezeichnung E*LDS – Eckelmann Long Distance Service - besser erklären als über die Funktion des Repeaters? Er wird eingesetzt, um E*LDS-Komponenten über große Entfernungen untereinander zu vernetzen, da die physikalischen Eigenschaften eines CAN-Bus-Segments auf eine maximale Länge von 500 Metern begrenzt ist. Ein weiterer, zusätzlicher Nutzen des Repeaters besteht darin, dass er bei der Verbindung von zwei Gebäuden für eine galvanische Trennung der unterschiedlichen Potentiale sorgt.

Modem

Ein weiteres unerlässliches Zubehör ist das Modem zum Einwählen in E*LDS-Systeme. Neben dem Standard-Modem ist ein Hybrid-Modem im Angebot, das über eine Analogschnittstelle und einen ISDN-Anschluss verfügt.

Hintergrund: Messen, Regeln und Vernetzen

Ein Regelkreis ist ein in sich geschlossener Wirkungsablauf, der eine physikalische Größe in einem Prozess beeinflusst. Wesentlich ist hierbei – vereinfacht gesagt - die Rückführung des aktuellen Wertes an den Regler (negative Rückkopplung) und ein kontinuierlicher Vergleich von Soll- und Ist-Wert.

Ohne Aktuatoren, die die Signale des Reglers umsetzen, und Sensoren, wären Steuerungs- und Regelsysteme undenkbar. Sensoren und Aktuatoren sind die Schnittstellen zur Prozesswirklichkeit.

Das richtige und präzise Messen der Temperatur und des Drucks hat bei einer Kälteanlage einen wesentlichen Einfluss auf die Regelgüte, denn die intelligenten Algorithmen der Kühlstellenregler oder Verbundsteuerungen können nur mit dem rechnen, was Sensoren ihnen an Informationen liefern.

Moderne Kälteanlagen bestehen aus zahlreichen miteinander wechselwirkenden Regelkreisen, die miteinander zu vernetzen sind. Alle Feldgeräte - die Messfühler und Stellglieder - sind sicher mit dem Regler bzw. der Steuerung verbunden. Dieses künstliche „Nervensystem“ ist nötig für eine optimale Regelung kältetechnischer Anlagen.