„Ich wollte genau wissen, wie so ein Computer überhaupt funktioniert.“

Anas Lemkaddem ist im ersten Ausbildungsjahr zum Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung. Schon früh hat er begonnen, an Computern herumzubasteln und eigene Programme zu schreiben. Nach dem Fachabitur mit Schwerpunkt Informationstechnik hat er sich bei Eckelmann beworben.
Anas Lemkaddem

Interview mit Anas Lemkaddem, Auszubildender zum Fachinformatiker – Anwendungsentwicklung

Warum haben Sie sich für den Ausbildungsberuf Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung entschieden?
Ich habe schon früh angefangen, mich für Computersysteme zu interessieren und an Computern herumzutinkern bzw. zu basteln. Ich wollte genau wissen, wie so ein Computer überhaupt funktioniert. Wenig später kam ich dann zur Programmierung von Software, was mir sehr gefallen hat. So war für mich schon im Alter von ca. 11-12 Jahren klar: Ich wollte unbedingt beruflich etwas im Bereich IT machen. Dass ich als Anwendungsentwickler arbeiten wollte, dieser Berufswunsch hat sich bei mir schon mit 14-15 Jahren weiter konkretisiert. Und nach meinem Fachabitur kann ich nun seit August 2020 genau das bei Eckelmann lernen und bin froh, diesen Weg eingeschlagen zu haben.

Wo haben Sie die Fachhochschulreife erworben?
Ich habe mein Fachabitur in Hofheim auf der Brühlwiesenschule abgelegt, die den Schwerpunkt Informationstechnik anbietet. Für den Ausbildungsberuf Fachinformatiker ist ein Fachabitur nicht zwingend erforderlich, das geht auch mit einem Realschulabschluss. An der Fachoberschule durfte ich aber schon einiges über Netzwerktechnik, Datenbanken und Programmierung lernen und mir theoretisches Wissen aneignen, was mir jetzt in der praktischen Ausbildung zum Fachinformatiker natürlich hilft.

Welche Interessen oder Fähigkeiten sollte man für die Ausbildung mitbringen?
Spezielle Vorkenntnisse in der IT muss man nicht unbedingt mitbringen. Die Ausbildung hat ja den Sinn und Zweck, dass man den Beruf lernt. In meinem Ausbildungsjahrgang gibt es auch IT-Einsteiger, die sehr gut mitkommen. Man sollte Durchhaltevermögen mitbringen, denn es läuft nicht immer alles wie es soll und wie man es sich vorstellt. Das wäre zwar schön, aber meistens ist das bei Computer und Software nicht der Fall. Außerdem sollte man am Ball bleiben und bereit sein, selbständig dazu zu lernen und sich kontinuierlich verbessern wollen. Klar, für IT und Elektronik sollte man sich interessieren und verstehen wollen, wie IT- und Computersystem genau funktionieren. Dabei lernt man immer wieder Neues.

Wie sind Sie auf Eckelmann als Ausbildungsbetrieb aufmerksam geworden. Was hat Sie besonders gereizt, Ihre Ausbildung bei uns zu absolvieren?
Eckelmann habe ich über die Agentur für Arbeit entdeckt, als ich nach meinem Fachabitur nach einem geeigneten Ausbildungsplatz suchte. Interessant fand ich, in wie vielen Bereichen Eckelmann tätig ist, wozu ich mich auf der Website informiert habe. Hinzu kam die Größe: Mit über 500 Mitarbeiter*innen ist die Eckelmann Gruppe ein mittelgroßes Unternehmen und bietet mir vielfältige Möglichkeiten, mich weiterzuentwickeln. Größe, Vielfalt und Entwicklungsperspektiven waren für mich wichtige Gründe, mich hier zu bewerben.

Welche Erinnerungen haben Sie an Ihren ersten Tag im Unternehmen?
Alle Auszubildenden, die mit mir angefangen haben, wurden an diesem Tag mit einer Infoveranstaltung im Unternehmen begrüßt. Da ging es um allgemeine Informationen über die Firma, was zu beachten ist, Sicherheitsinformationen und solche Dinge. Schön, fand ich auch, dass uns Herr Philipp Eckelmann persönlich begrüßt hat. Danach hieß es für mich und zwei weitere Fachinformatiker erst einmal unsere Arbeitsplätze in einem Großraumbüro in der IT einzurichten. Damit waren wir dann den restlichen Arbeitstag beschäftigt.

In welchem Ausbildungsjahr befinden Sie sich?
Ich befinde mich im ersten Ausbildungsjahr, im August 2020 habe ich angefangen.

Was erwarten Sie von Ihrer Ausbildung als Fachinformatiker? Haben sich Ihre Wünsche bisher erfüllt?
Ich hatte keine sehr hohen Erwartungen, wichtig war mir erst einmal, in ein Team zu kommen, in dem ich mich wohl fühle und in dem ein gutes Arbeitsklima herrscht. Außerdem sind mir die Entwicklungsmöglichkeiten wichtig. Beides hat sich bisher erfüllt. Das Arbeitsumfeld ist angenehm und alle sind sehr freundlich, familiär drauf, auch wenn man sich nicht persönlich kennt. Bei Fragen oder Problemen findet sich immer ein Ansprechpartner, der einem weiterhelfen kann.

Was macht ein Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung bei uns eigentlich so?
Software zu schreiben, das ist sicher eine der Kernaufgaben eines Fachinformatikers für Anwendungsentwicklung. Dazu gehört es, die Software zu planen, zu schreiben und natürlich auch zu warten und zu verbessern, wenn Probleme auftreten. Bei Eckelmann habe ich erst einmal ein innerbetriebliches Praktikum im IT-Support absolviert, um ein Verständnis für die im Haus eingesetzte Hardware zu gewinnen und wie man sie einrichtet. Anschließend ging es mit einem kleinen internen Software-Projekt weiter, das ich zusammen mit einem anderen Azubi im ersten Ausbildungsjahr von der Planung bis zur fertigen Software selbständig umsetzen durfte. Etwa vier Monate waren wir mit diesem Projekt beschäftigt. Es ging um eine Software zum Erfassen und Verwalten von Vertragsdaten, z.B. für Software-Lizenzen oder Verträge mit Internet-Providern etc. Wir haben dazu u.a. eine grafische Benutzeroberfläche programmiert, über die man auf einen Server zugreifen kann. Ich habe bei dem Projekt viel gelernt.

Welche Programmiersprachen können Sie bei Eckelmann in der Praxis kennenlernen? Was ist Ihre Lieblingsprogrammiersprache und warum?
Bisher konnte ich bei Eckelmann u.a. Erfahrung mit SQL sammeln. Die Structured Query Language wird genutzt, um Daten zu verwalten und zu manipulieren und strukturiert auf einem Datenbank-Server einzuspielen. Für die Softwareprogrammierung nutzen wir meistens C# [sprich: C Sharp], zumindest haben wir es in dem gerade beschriebenen Projekt genutzt. Das ist eine Allzwecksprache von Microsoft und findet für sehr viele Anwendungen im Windows-Umfeld Verwendung. C# war für mich schön und einfach zu lernen, da C# und C++ sich sehr ähneln. Mit C++ habe ich schon privat einige Erfahrung gesammelt, das ist – wenn man so will – meine Lieblingsprogrammiersprache. C# ist eine Weiterentwicklung und Vereinfachung von C++. Wenn man einmal das grobe Konzept einer objektorientierten Programmiersprache verstanden hat, sind sich Programmiersprachen aber im Grunde sehr ähnlich. Außerdem programmiere ich in Python, was auch bei Eckelmann eingesetzt wird.

Wie erleben Sie die Zusammengehörigkeit mit den anderen Auszubildenden?
Es geht relativ familiär zu. Wir helfen uns untereinander und halten zusammen.

Wer sind Ihre wichtigsten Ansprechpartner im Haus?
Bei Fragen rund um die Fachinformatiker-Ausbildung kann ich mich an Frau Michelle Kopp wenden, sie ist selbst Fachinformatikerin und betreut die IT-Azubis hier im Haus. Außerdem sind Herr Uwe Mannweiler, der Leiter der IT und Herr Eike Eidner, der stellvertretenden IT-Leiter für mich da. Ob es um Anwendungen oder Hardware geht, sie helfen einem selbst weiter oder wissen jemanden, den ich noch fragen kann.

Was war Ihr Traumberuf als Kind?
Im Kindergartenalter wollte ich Feuerwehrmann werden.

Anders als ich gehören Sie ja nicht zur „Generation C64“. Welche Erinnerungen haben Sie an Ihren ersten Computer oder Ihre ersten Schritte im Internet?
Ich bin 2001 geboren, bin also mit dem Gebrauch digitaler Medien aufgewachsen. Meine ersten Erfahrungen habe ich mit einem Computer mit einem 4:3-Monitor gemacht, der bei uns im Wohnzimmer stand und auf dem ich anfangs Lernspiele spielen durfte. Wir hatten zwar schon DSL, aber die Verbindung war sehr langsam, ist abgebrochen oder ausgefallen. Wenn ich YouTube [Redaktion: Das Videoportal ging am 14.02.2005 online] schauen durfte, habe ich meistens Michael Jackson-Videos geguckt … nachdem sie ca. 1-2 Minuten geladen haben.

Welchen Tipp würden Sie jemandem geben, der sich auch bei Eckelmann um einen Ausbildungsplatz bewerben möchte?
Man kommt hier bei Eckelmann als Auszubildender in ein sehr freundliches und fürsorgliches Team. Dementsprechend sollte man ein echtes Interesse an dem Beruf haben, den man hier lernen möchte. Wenn man sich dabei Mühe gibt und sich engagiert, sollte das mit der Ausbildung bei Eckelmann gut klappen.

Welche Pläne haben Sie für die Zukunft?
Seit ich arbeite, vergeht die Zeit deutlich schneller. Genaue Pläne habe ich noch nicht. Natürlich würde ich mich freuen, wenn ich nach der Ausbildung bei Eckelmann übernommen werde. Wenn ich eine Zeit lang praktische Arbeitserfahrung in diesem Beruf gesammelt habe, könnte ich mir auch vorstellen, mich im Rahmen eines IT-Studiums weiterzuqualifizieren.

Vielen Dank für das Gespräch. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg für Ihre weitere Ausbildung bei Eckelmann.

Das Interview wurde im Juni 2021 geführt.

 

 

Weiterführende Informationen zum Ausbildungsberuf Fachinformatiker (w/m/d) – Fachrichtung Anwendungsentwicklung: