„Ein bisschen Tüfteln an PCs oder Laptops gehört dazu.“

Tobias Beetz ist am Ende des zweiten Ausbildungsjahrs zum Fachinformatiker für Systemintegration, im Herbst stehen die Abschlussprüfungen an. Schon bei einem Schulpraktikum für sein Fachabi hat er bei Eckelmann in seinen Ausbildungsberuf reingeschnuppert. Es hat ihm offenbar gefallen, denn er jobbte den Rest seiner Schulzeit als Aushilfe im IT-Support. In seiner Ausbildung hat er gelernt, Probleme strukturiert anzugehen und Verantwortung zu übernehmen.

Interview mit Tobias Beetz, Auszubildender zum Fachinformatiker – Systemintegration

Warum haben Sie sich für den Ausbildungsberuf Fachinformatiker für Systemintegration entschieden?
Bei meiner beruflichen Orientierung hat mir ein Gespräch mit einem Verwandten auf einem Familientreffen sehr geholfen. Ich war damals auf dem Gymnasium noch auf der Suche, was ich nach der Schule machen wollte. Studieren oder Berufsausbildung und in welche Richtung es gehen sollte, das war für mich noch offen. Der Verwandte erzählte mir viel von seiner Arbeit in der IT-Branche. Das hat sich sehr spannend angehört. Hinzu kamen die guten Aussichten, was den Arbeitsmarkt angeht.

Wie hat sich dann Ihr Berufswunsch konkretisiert und wie sind Sie zu Eckelmann gekommen?
Ich habe mich dann über mögliche Ausbildungsberufe genauer informiert und so reifte in mir der Berufswunsch Fachinformatiker für Systemintegration. Für mein Fachabitur, das ich an der Friedrich-List-Schule in Wiesbaden abgelegt habe, musste ich ein Praktikum absolvieren und das führte mich zu Eckelmann – letztlich über eine Empfehlung eines kleinen IT-Dienstleisters in Wiesbaden, mit dem Eckelmann seit vielen Jahren zusammenarbeitet. Während des vierwöchigen Schulpraktikums bei Eckelmann konnte ich gute Einblicke gewinnen, was mich in dem Beruf erwartet. Das hat für mich gepasst! Bis zu meinem Fachabi habe ich anschließend schon ca. 5-6 Monate als Aushilfe in der IT bei Eckelmann arbeiten dürfen. Und so kam eines zum anderen und ich wurde von Eckelmann angesprochen, ob ich mir auch eine Ausbildung bei ihnen vorstellen könnte. Bewerbung und Vorstellungsgespräch verliefen unkompliziert, zumal ich meine künftigen Ausbilder und Vorgesetzten ja bereits persönlich kannte.

Welche Interessen oder Fähigkeiten sollte man für die Ausbildung mitbringen?
Grundkenntnisse und Interesse an Technik und Computer sollten vorhanden sein. Ich bin mit PCs aufgewachsen und habe schon mit sechs Jahren meinen ersten PC bekommen.

Welche Erinnerungen haben Sie an Ihren ersten Tag im Unternehmen?
An meinem ersten Tag als Praktikant war ich natürlich sehr aufgeregt und gespannt, was mich erwarten würde. Meine Aufgeregtheit hat sich jedoch schnell wieder gelegt. Ich wurde sehr freundlich empfangen und hatte direkt einen guten Draht zu den Kolleginnen und Kollegen aus meiner Abteilung. Ich habe mich hier sehr schnell sehr wohl gefühlt. Entsprechend reibungslos gestaltete sich auch mein Ausbildungsstart. Mit vielen Aufgaben und Abläufen war ich ja bereits aus meiner Zeit als Praktikant und Aushilfe etwas vertraut.

Was erwarten Sie von Ihrer Ausbildung als Fachinformatiker? Haben sich Ihre Wünsche bisher erfüllt?
Die IT ist ein weitgefächertes Feld. Ich wollte in meiner Ausbildung mein Wissen und Können in der IT erweitern und das ist definitiv der Fall. Vieles, was ich gelernt habe, nutzt mir nun auch im privaten Umfeld und ich verstehe viele technische Zusammenhänge besser, z.B. wie das Internet von A nach B kommt. Meine Wünsche und Erwartungen haben sich voll und ganz erfüllt!

Was macht ein Fachinformatiker für Systemintegration bei uns eigentlich so?
Bei Eckelmann sind alle Fachinformatiker für Systemintegration im internen IT-Support tätig. Das bringt mit sich, dass wir sowohl viel Kontakt mit Mitarbeitern an allen Standorten haben, als auch sehr abwechslungsreiche Aufgaben übernehmen. Es gibt einfach extrem vielfältige Probleme, die beim Zusammenspiel von Hardware und Software auftreten können. Sie zu lösen oder dafür zu sorgen, dass sie gar nicht erst auftreten, dafür gibt es uns Fachinformatiker für Systemintegration.

Wie sieht Ihr Arbeitsalltag aus? Was sind typische Aufgaben?
Typische Aufgaben sind z.B. das Neuinstallieren von Geräten, das Aufbauen von Arbeitsplätzen, Druckerwartung, Inventarisierung neuer Hardware oder das Troubleshooting bei allerlei Problemen, wie z.B. Monitor funktioniert nicht mehr, Probleme mit dem Headset, diverse Software Probleme uvm.

Welche IT- und Softwaresysteme können Sie bei Eckelmann in der Praxis kennenlernen?
Auch das ist recht vielseitig: Das Spektrum reicht von Kommunikationssoftware wie Voice-over-IP-Software und Microsoft Teams über alle Anwendungen im Office-Paket bis hin zu diversen Verwaltungstools wie z.B. enaio für das Dokumentenmanagement oder ein Ticketsystem zum geregelten Abarbeiten von Support-Anfragen. Auch Confluence möchte ich erwähnen, das ist eine moderne Wiki- und Kollaborationssoftware, die alle Mitarbeiter im Unternehmen fast täglich nutzen.

Was ist Ihre Lieblingsprogrammiersprache und warum?
Als Systemintegrator hat man nicht mit allzu vielen Programmiersprachen zu tun. Ein paar bekommt man in der Schule nahegebracht, dazu gehört etwa HTML, CSS, SQL und PHP. Meine „Lieblingssprache“ ist jedoch Python. Ich habe sie mir als Praktikant bei Eckelmann selbst beigebracht, zumindest ein bisschen. Da ich Python in Kombination mit einem Raspberry Pi gelernt und getestet habe, hatte ich auch spannende Herausforderungen und tolle Erfolgserlebnisse, wenn ich z.B. eine Ausgabe für ein Digitalthermometer oder bestimmte Abfolgen von blinkenden LED’s erstellt habe.

In welchem Ausbildungsjahr befinden Sie sich?
Ich bin am Ende meines 2. Ausbildungsjahrs, dieses ist auch mein letztes, da ich meine Ausbildung auf 2 ½ Jahre verkürzt habe. Die mündlichen und schriftlichen Abschlussprüfungen lege ich im Oktober und November ab.

Mit was beschäftigen Sie sich in Ihrem Abschlussprojekt?
Ich erstelle ein Monitoringsystem für zwei Server hier im Haus. Dieses Projekt setze ich eigenverantwortlich um, von der Planung bis zur Dokumentation. Das Ergebnis präsentiere ich im Oktober im Rahmen der mündlichen Abschlussprüfung.

Was gefällt Ihnen am besten an Ihrer Ausbildung?
Ganz klar: Die enorme Vielfältigkeit der Tätigkeiten und die kollegiale Arbeitsatmosphäre im Haus und vor allem in meiner Abteilung. Wir verstehen uns absolut prächtig! Es wird einem – auch trotz wiederkehrender Aufgaben – hier nie langweilig.

Wer sind Ihre wichtigsten Ansprechpartner im Haus?
Mein Teamleiter Herr Eidner, meine Ausbilderin Frau Kopp und bei besonders wichtigen Anliegen natürlich auch der Abteilungsleiter, Herr Mannweiler. Generell kann ich aber immer jeden Mitarbeiter aus meiner Abteilung ansprechen, wenn ich ein Anliegen habe.

Was war Ihr Traumberuf als Kind?
Als Kind wollte ich immer Psychologe oder Pilot werden.

Anders als ich gehören Sie ja nicht zur „Generation C64“. Welche Erinnerungen haben Sie an Ihren ersten Computer oder Ihre ersten Schritte im Internet?
Ich bin 1999 geboren. Meine ersten Erinnerungen an Computer sind definitiv Spiele auf Spielewebseiten für Kinder, die ich zusammen mit meiner älteren Schwester gespielt habe. Mit sechs Jahren habe ich dann wie gesagt meinen ersten eigenen PC bekommen. Mein erstes Spiel darauf war Stronghold Legends, ein fantastisches Strategiespiel, das ich auch heute noch ab und zu gerne spiele. Auch „Die Siedler“ habe ich gespielt.

Wem würden Sie eine Ausbildung zum Fachinformatiker Systemintegration empfehlen? Welchen Tipp würden Sie jemandem geben, der sich auch bei Eckelmann um einen Ausbildungsplatz bewerben möchte?
Jeder der eine gewisse Affinität für Computer hat und diese gerne ausbauen möchte, ist in diesem Ausbildungsberuf perfekt aufgehoben. Dadurch dass es die Unterteilung zwischen Systemintegration und Anwendungsentwicklung gibt, kann man sich zudem schön je nach seinen Interessen spezialisieren. Seit 2020 sind darüber hinaus noch die Fachrichtungen Daten- und Prozessanalyse sowie Digitale Vernetzung dazu gekommen, was noch mehr Differenzierung erlaubt.
Man sollte wissen, dass man als Fachinformatiker auch viel Rumschrauben darf. Ein bisschen Tüfteln an PCs oder Laptops gehört dazu, um z.B. Hardwaredefekte zu erkennen oder eine Festplatte auszutauschen. Mir macht es Spaß und man sollte es mögen, wenn man Systemintegrator werden möchte. Ansonsten glaube ich, wenn man Engagement zeigt und offen ist, dann ist man bei Eckelmann für seine Ausbildung richtig aufgehoben.

Inwiefern haben Sie sich im Rahmen Ihrer Ausbildung persönlich weiterentwickelt?
Ich glaube, das wichtigste, was ich gelernt habe und immer noch täglich lerne, ist das strukturierte Angehen von Problemen und Verantwortung zu übernehmen.

Welche Pläne haben Sie für die Zukunft?
Zuerst möchte ich meine Ausbildung erfolgreich abschließen und dann in demselben Berufsfeld tätig bleiben, wenn möglich natürlich gerne bei Eckelmann, weil ich hier sehr zufrieden bin. In etwas fernerer Zukunft kann ich mir auch vorstellen, ins Ausland zu gehen. Irland wäre mein Favorit, da ich mich in dieses Land verliebt habe. Dort gibt es auch einen attraktiven IT-Arbeitsmarkt und mit einer guten Ausbildung in Deutschland hat man da denke ich gute Karten. 

Vielen Dank für das Gespräch. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg für Ihre Abschlussprüfung und alles Gute für die Zukunft.

Das Interview wurde im Juli 2021 geführt.

 

 

Weiterführende Informationen zum Ausbildungsberuf Fachinformatiker (w/m/d) und ein Tipp für einen Schnupperkurs im Programmieren: