„Es ist ein schönes Gefühl, als Azubi wirklich etwas zu einer Lösung beitragen zu dürfen.“

Marius Hänel, Auszubildender zum Elektroniker für Geräte und Systeme. Hier in der SMD-Fertigung.
Marius Hänel, Auszubildender zum Elektroniker für Geräte und Systeme. Hier in der SMD-Fertigung.

Interview mit Marius Hänel, Auszubildender zum Elektroniker für Geräte und Systeme.

Was hat Sie besonders gereizt, Ihre Ausbildung bei Eckelmann zu beginnen? Wie sind Sie auf das Unternehmen Eckelmann aufmerksam geworden?

Für mein Fachabitur habe ich vor etwa zwei Jahren ein Jahrespraktikum bei einer Elektroinstallateur Firma in Eltville absolviert- Durch diverse Aufträge für das Unternehmen Smiths Heimann, das neben der Eckelmann AG gelegen ist, bin ich eher zufällig auf Eckelmann aufmerksam geworden.

In welchem Ausbildungsjahr befinden Sie sich?

Im zweiten Ausbildungsjahr.

Was erwarten Sie von Ihrer Ausbildung? Haben sich Ihre Wünsche bisher erfüllt?

Meine Erwartungen wurden fast übertroffen. Durch Praktika bei verschiedenen Unternehmen in Industrie und Handwerk, habe ich einen guten Vergleich. Die Ausbildung bei Eckelmann ist sehr vielfältig und abwechslungsreich, dadurch, dass wir im Dreimonatstakt die Abteilungen wechseln. Man lernt von allem etwas und insgesamt sehr viel. Als technischer Azubi wie ich erhält man so auch Einblicke in alle Bereiche des Unternehmens, wie z.B. die Buchhaltung, Logistik oder IT.
Die Mitarbeiter sind freundlich und nehmen sich Zeit, uns etwas zu zeigen und zu erklären. Kurz: Ich bin sehr zufrieden hier und habe schon viel gelernt. Ein Privileg ist auch, dass wir zwei Monate Zeit bekommen haben, um uns intensiv auf die Zwischenprüfungen vorzubereiten. Das ist nicht selbstverständlich.

 

 

Marius Hänel testet im Prüffeld eine elektronische Baugruppe.
Marius Hänel testet im Prüffeld eine elektronische Baugruppe.

Welche Aufgaben gefallen Ihnen besonders gut?

Jede Abteilung hat ihren eigenen Reiz. Im ersten Ausbildungsjahr war ich zum Beispiel in der Produktion, wo ich in der Gerätemontage Steuerungen zusammenbauen, konfigurieren und testen durfte. Auch wegen der Vielfalt der elektronischen Produkte, die Eckelmann komplett am Standort fertigt, wird einem dabei nicht langweilig und es sind nicht immer wieder dieselben Abläufe, wie bei weniger anspruchsvollen Geräten. Da es bei Eckelmann keine Ausbildungswerksatt gibt, verbringt man die ersten 6 Monate in einem Schulungszentrum (ILW). - Momentan bin ich in der Entwicklung. Das macht mir von den bisher absolvierten Abteilungen am meisten Spaß. Hier arbeite ich mit Entwicklungsingenieuren und Technikern zusammen. Dort geht es darum, Prototypen und Teststände zu entwickeln und aufzubauen. Auch hier sind die Aufgaben vielfältig: Ich kann das Team bei der Montage, Reparatur und Fehlersuche unterstützen oder darf sogar meine Vorschläge in die Planung einbringen. Es ist ein schönes Gefühl, als Azubi wirklich etwas zu einer Lösung beitragen zu dürfen.

Welche typischen Tätigkeiten erledigen Sie an einem ganz gewöhnlichen Arbeitstag?
In der Produktion gibt es ganz klare Arbeitsabläufe, für die wir als Azubis auch fest eingeteilt werden. In der SMD-Fertigung beginnt der Tag zum Beispiel damit, dass man die Produktionsmaschinen hochfährt, einrichtet und auf den nächsten Auftrag vorbereitet. Eine vorausschauende Planung und Umrüstung der Maschinen für die nächsten Aufträge gehört auch dazu, damit die Maschinen optimal ausgelastet werden können. So lernt man ganz nebenbei auch, wie man effizient arbeitet.

 

 

Marius Hänel rüstet den SMD-Bestückungsautomaten für den nächsten Auftrag um. Die Bauteilversorgungsstation (Feeder) bestückt er dazu mit Rollen für die auf Bändern fixierten SMD-Bauelemente.
Marius Hänel rüstet den SMD-Bestückungsautomaten für den nächsten Auftrag um. Die Bauteilversorgungsstation (Feeder) bestückt er dazu mit Rollen für die auf Bändern fixierten SMD-Bauelemente.

Wie erleben Sie die Zusammengehörigkeit mit den anderen Auszubildenden im Unternehmen?

Bei der überschaubaren Anzahl von ca. 10 Azubis derzeit, kennen wir uns alle untereinander ganz gut. Auch der Austausch mit ehemaligen Azubis, die im Unternehmen geblieben sind, oder welchen, die schon weiter in ihrer Ausbildung sind, ist recht gut.

Welche Pläne haben Sie für die Zukunft?
Ich möchte meine Ausbildung, die reguläre 3,5 Jahre dauert, auf 3 Jahre verkürzen und anschließend direkt zum Wintersemester beginnen, Elektrotechnik zu studieren. Ich glaube, gerade in der Technik ist es gut, wenn man praktische Erfahrungen in ein solches Studium schon einbringen kann. Das war für mich ein wichtiger Grund, erst eine Ausbildung zu machen. Aus eigener Erfahrung zu wissen, wie ein Industrieunternehmen organisiert ist und welche Abläufe es dort gibt, erhöht, glaube ich, auch die späteren Chancen auf einen Job in der Automatisierungsbranche.

Welchen (Geheim-)Tipp würden Sie jemandem geben, der sich auch bei Eckelmann um einen Ausbildungsplatz bewerben möchte?

Natürlich sollte man technisches Verständnis mitbringen. Von Vorteil ist sicher, wenn man sich schon einmal zum Beispiel mit einem Arduino beschäftigt hat. Das ist ein E/A-Board mit einem Mikrocontroller und analogen und digitalen Ein- und Ausgängen, mit denen man unglaublich viel lernen kann über Automatisierung, Programmierung und Elektrotechnik. Der Arduino ist aber nicht nur eine Physical-Computing-Plattform für Bastler, vieles, was man mit dem Arduino lernen kann, deckt auch die Lehrinhalte der Berufsschule ab. Ich bin erst durch meine Ausbildung darauf aufmerksam geworden und beschäftige mich mittlerweile auch hobbymäßig damit. Wir verwenden den Arduino im Rahmen unserer Ausbildung für Projekte, um z.B. eine Wetterstation oder eine Lautstärkeampel zu realisieren. Es gibt Projekte vonseiten der Berufsschule und firmeninterne Projekte. An solchen Berufsschulprojekten arbeiten öfters Azubis aus unterschiedlichen Unternehmen zusammen.

Ich danke Ihnen für die interessanten Einblicke und wünsche Ihnen für Ihre weitere Ausbildung und Zukunftspläne alles Gute.